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Setagayapark Wien: Wunderschön, aber kein Geheimtipp mehr
Der Setagayapark ist ein kleiner japanischer Garten im 19. Wiener Bezirk. Dich erwarten Kirschblüten, ein Teehaus, ein kleiner Wasserfall und ein idyllischer Teich.
Ich wohne ganz in der Nähe und war schon oft dort. Was mir jedes Mal auffällt, ist die bunte Mischung an Besuchern.
Hier treffen Fotografen auf Leute, die auf einer Bank entspannen, und Bewohner des benachbarten Seniorenheims, die ihre tägliche Runde durch den Park drehen.
Der Setagayapark ist allerdings längst kein Geheimtipp mehr. Vor allem zur Kirschblüte kann es hier überraschend voll werden.
Was macht den Setagayapark so besonders?
Statt großer Wiesen und breiter Spazierwege geht es im Setagayapark vor allem um die kleinen Details. Überall findest du liebevoll gestaltete Ecken, die typisch für einen japanischen Garten sind.
Im Park erwarten dich:
- ein traditionelles japanisches Teehaus (leider kann man nicht hineingehen)
- ein Teich mit einem kleinem Wasserfall
- japanische Statuen und Steinelemente
Außerdem gibt es einige Bänke, auf denen du eine Pause machen kannst. Du darfst allerdings nicht in der Wiese sitzen, und um den ganzen Nachmittag hier zu verbringen, ist der Park definitiv zu klein.


Die beste Zeit für einen Besuch im Setagayapark
Der Setagayapark ist von Anfang März bis Ende Oktober geöffnet. Er öffnet täglich um 7 Uhr. Die Schließzeit hängt von der Jahreszeit ab.
Egal, wann du den Park besuchst: Am Nachmittag ist meist deutlich mehr los. Morgens ist es oft noch angenehm ruhig. Dann kannst du die Atmosphäre viel besser genießen und entdeckst auch kleine Details, die später leicht untergehen.
Kirschblüte im Frühling



Der Frühling ist die beliebteste Zeit für einen Besuch im Setagayapark. Während der Kirschblüte zeigt sich der Garten von seiner schönsten Seite und zieht entsprechend viele Besucher an.
Weil der Park so klein ist, wirkt er aber schon mit relativ wenigen Menschen ziemlich voll.
Wenn du die Kirschblüte möglichst in Ruhe erleben möchtest, komm am besten gleich morgens. Ich bin einmal gegen 9 Uhr auf dem Weg ins Fitnessstudio vorbeigekommen. Der Unterschied zu einem Nachmittag war enorm.
Herbst

Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit für einen Besuch im Setagayapark. Die Bäume leuchten in kräftigen Rot und Goldtönen und gleichzeitig ist deutlich weniger los als zur Kirschblüte.
Gerade deshalb gefällt mir der Park im Herbst fast noch besser. Du kannst dich in Ruhe auf eine Bank setzen und die Stimmung genießen, ohne ständig anderen Besuchern ausweichen zu müssen.

Was du vor deinem Besuch wissen solltest
- Der Setagayapark ist von Anfang Dezember bis Ende Februar geschlossen.
- Der Park ist nicht sonderlich groß. Selbst wenn du dir Zeit lässt, brauchst du für einen Rundgang meist nur zirka 15 Minuten.
- Der Setagayapark eignet sich nicht für ein Picknick. Die meisten Besucher spazieren durch den Garten oder setzen sich nur kurz auf eine der Bänke.
- Während der Kirschblüte kann es überraschend voll werden. Komm am besten gleich morgens, wenn du den Park in Ruhe genießen möchtest.
- Das Teehaus ist nicht immer geöffnet. Ich war schon mehrmals dort und habe es bisher noch nie geöffnet erlebt.
- Falls möglich, komm am Vormittag. Dann ist die Atmosphäre deutlich ruhiger als am Nachmittag.

So kommst du zum Setagayapark
Am einfachsten erreichst du den Setagayapark mit der Straßenbahnlinie 37 ab dem Schottentor. Das Schottentor liegt nur etwa 8 Gehminuten vom Wiener Rathaus entfernt.
Der Bahnsteig befindet sich unterirdisch. Fahr bis zur Haltestelle Barawitzkagasse, von dort sind es nur noch etwa 3 Minuten zu Fuß bis zum Park.
Die Fahrt dauert ungefähr 20 Minuten. Die Straßenbahn fährt allerdings nur alle 10 Minuten. Für Wiener Verhältnisse ist das eher selten, deshalb lohnt es sich, kurz die Abfahrtszeiten zu prüfen.

Lohnt sich ein Besuch im Setagayapark?
Ich finde, dass sich ein Besuch im Setagayapark lohnt, aber nicht für jeden.
Wenn du es liebst Gärten in Wien zu besuchen, und du Kirschblüten oder Herbstfarben sehen magst, kann ich den Park auf jeden Fall empfehlen. Vor allem, wenn du mehrere Tage in Wien verbringst oder hier wohnst.
Hast du dagegen nur ein oder zwei Tage in Wien, würde ich den Setagayapark eher auslassen. Der Park ist recht klein und es dauert doch ein bisschen bis man dort ist vom Zentrum.
Weitere japanische Gärten in Wien
Der Setagayapark ist zwar der bekannteste japanische Garten in Wien, aber längst nicht der einzige.
In der ganzen Stadt gibt es noch weitere japanische Gärten. Manche sind gut bekannt, andere kennen selbst viele Wiener nicht.
Falls du noch mehr entdecken möchtest, schau dir meinen Guide zu den schönsten japanischen Gärten in Wien an. Dort vergleiche ich alle Gärten und verrate dir, welche sich meiner Meinung nach wirklich lohnen.
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