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Kurpark Oberlaa: Ein unterschätztes Ausflugsziel in Wien

Wenn du dem Trubel in der Innenstadt kurz entkommen möchtest, ist der Kurpark Oberlaa genau das Richtige. Der große Park liegt an der Endstation der U1 und bietet bunte Blumenbeete, Teiche, Springbrunnen und jede Menge ruhige Plätze.

Eigentlich bin ich nur wegen des Japanischen Gartens hingefahren. Am meisten überrascht hat mich aber, wie riesig der Park ist. Ich war fast drei Stunden unterwegs und bin durch die Gärten spaziert und habe immer wieder neue Ecken entdeckt.

In diesem Guide zeige ich dir die schönsten Sehenswürdigkeiten im Kurpark Oberlaa, teile praktische Tipps für deinen Besuch und verrate dir, ob sich der Park meiner Meinung nach lohnt.

Die schönsten Ecken im Kurpark Oberlaa

Kurgarten

Wenn du den Park bei dem Eingang neben der Therme Wien und der U1 Endstation betrittst, kommst du direkt zum Kurgarten.

Dort erwarten dich bunte Blumenbeete und mehrere Springbrunnen. Ich war überrascht, wie gepflegt alles aussah, vor allem wenn man bedenkt, dass der Eintritt kostenlos ist.

Falls du im späten Frühling oder Sommer hier bist, findest du hier auch einige der schönsten Fotomotive im Park.

Rosenberg

Der Rosenberg war für mich das Highlight im Kurpark. Trotz des Namens wachsen hier nicht nur Rosen, sondern auch Lavendel und viele andere Blumen.

Die Beete ziehen sich über mehrere Terrassen den Hügel hinauf. Oben angekommen hast du eine moderne Skulptur und einen schönen Ausblick. Außerdem gibt es viele Bänke, auf denen du eine Pause machen kannst.

Liebesgarten

Ein geschwungener Kopfsteinpflasterweg schlängelt sich durch einen ruhigen Garten voller weiß blühender Pflanzen, Ziergräser und Spaliere. Dichtes Grün und hohe Bäume umgeben die bepflanzten Beete und schaffen so eine ruhige Ecke im Kurpark Oberlaa.

Direkt neben dem Rosenberg liegt der Liebesgarten. Hier dreht sich alles um die Farbe Weiß.

Weiße Blumen, weiße Bänke und andere Gestaltungselemente verleihen diesem Bereich eine ganz andere Stimmung als dem Rest des Parks.

Als ich dort war, saßen mehrere Leute im Schatten und spielten Karten. Das hat den Garten noch entspannter wirken lassen.

Schwanensee

Ein ruhiger, blauer See spiegelt die weißen Wolken und die Bäume am Ufer wider. Hohes Schilf und grüne Vegetation säumen das Ufer in dieser friedlichen Parkszene.

Der Schwanensee ist der größte Teich im Kurpark Oberlaa.

Ein Weg führt rund um das Wasser und unterwegs findest du viele Bänke zum Ausruhen. In der Nähe gibt es außerdem einen kleinen Kiosk mit Getränken und Eis. Bezahlen kannst du dort allerdings nur mit Bargeld.

Auch wenn das Wasser an heißen Tagen verlockend aussieht, ist Schwimmen nicht erlaubt.

Mir ist außerdem aufgefallen, dass nicht alle Gewässer im Park gleich aussehen. Während der Schwanensee sehr klar wirkte, sahen andere Teiche fast sumpfig aus.

Japanischer Garten

Der Japanische Garten war eigentlich der Grund, warum ich den Kurpark Oberlaa besucht habe. Ich möchte nach und nach alle Japanischen Gärten in Wien sehen.

Der Garten ist schön, aber deutlich kleiner, als ich erwartet hatte. Wenn du schon im Setagaya Park warst, könnte er dich deshalb etwas enttäuschen.

Wichtig zu wissen: Der Garten ist nur mittwochs und samstags geöffnet. Plane deinen Besuch also entsprechend.

Allergiegarten

Schild für den Allergie-Garten im Kurpark Oberlaa neben einem von Bäumen gesäumten Spazierweg und offenem Grasland. Die Informationstafel mit der Aufschrift „Allergie-Garten Oberlaa“ zeigt eine Karte und Details zu den ausgewählten Pflanzenarten, damit Besucher mehr über häufige Allergene erfahren können.

Der Allergiegarten gehört zu den außergewöhnlichsten Bereichen des Parks.

Hier sind viele Pflanzen und Bäume beschriftet, die Allergien auslösen können. Das fand ich überraschend interessant, weil man dadurch besser erkennt, welche Pflanzen tatsächlich dafür verantwortlich sind.

Falls du unter starken Allergien leidest, solltest du diesen Bereich vermutlich lieber auslassen. Ansonsten lohnt sich ein kurzer Abstecher.

Tina, die eine Sonnenbrille trägt, posiert neben einem Teich, der von Gräsern und herabhängenden Weidenzweigen gesäumt ist. Hinter ihr erstreckt sich der gepflegte Park mit Rasenflächen, Bäumen und Blumenbeeten über das Wasser.

Weitere Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten im Kurpark Oberlaa

Neben den Themengärten gibt es im Park noch einiges mehr zu entdecken:

  • Mehrere Spielplätze mit Picknicktischen
  • Statuen und Skulpturen, die über den ganzen Park verteilt sind
  • Tiergehege. Ich habe die ausgelassen, weil ich Zoos und Tiergehege zur Unterhaltung nicht unterstützen möchte.
  • Jede Menge Bänke, falls du zwischendurch eine Pause machen möchtest
  • Metallliegen zum Entspannen. Die Idee ist super, sie sind ohne Handtuch oder Decke aber sehr unbequem.
  • Mehrere Teichen, vom Schwanensee bis zur deutlich wilder wirkenden Teichkette

Orientierung im Kurpark Oberlaa

Der Kurpark Oberlaa ist viel größer, als ich erwartet hatte. Ich war fast drei Stunden unterwegs und bin dabei rund 10.000 Schritte gelaufen. Trotzdem hatte ich am Ende das Gefühl, noch längst nicht alles gesehen zu haben.

Im ganzen Park stehen Karten und Wegweiser. Ich fand sie allerdings überraschend verwirrend. Mehr als einmal bin ich einem Schild gefolgt und bin trotzdem woanders gelandet.

Mein Tipp: Versuch nicht, jede Sehenswürdigkeit gezielt zu suchen. Am meisten Spaß macht der Park, wenn du einfach losspazierst und unterwegs neue Ecken entdeckst.

Infotafel am Eingang zum Kurpark Oberlaa in Wien mit einer detaillierten, illustrierten Karte des Parks, auf der Seen, Gärten, Spazierwege, Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen eingezeichnet sind. Auf der Tafel steht der Text „Willkommen im Kurpark Oberlaa!“ sowie die Verhaltensregeln für Besucher, Öffnungszeiten, Anfahrtshinweise und Informationen zu den Einrichtungen im Park.

Tipps für deinen Besuch im Kurpark Oberlaa

  • Plane mindestens ein paar Stunden ein. Ich war fast drei Stunden dort und hatte trotzdem das Gefühl, noch nicht alles gesehen zu haben.
  • Versuch nicht, einer festen Route zu folgen. Am meisten Spaß macht es, einfach durch den Park zu spazieren und neue Ecken zu entdecken.
  • Nimm ein Handtuch oder eine Decke mit, falls du die Sonnenliegen nutzen möchtest. Sie bestehen komplett aus Metall und sind recht unbequem.
  • Pack eine Wasserflasche ein. Trinkbrunnen sind auf dem Parkplan eingezeichnet und im Sommer kann es sehr heiß werden.
  • Steck etwas Bargeld ein, falls du dir bei einem der Kioske ein Getränk oder ein Eis kaufen möchtest.
  • Such Toiletten lieber über Google Maps. Das fand ich einfacher, als den Wegweisern im Park zu folgen.
  • Zieh bequeme Schuhe an. Der Kurpark Oberlaa ist deutlich größer, als er auf der Karte aussieht.
  • Besuch den Park möglichst an einem warmen Tag. Dann kannst du dir Zeit nehmen, draußen sitzen und die Gärten in Ruhe genießen.
  • Folgendes ist im Park nicht gestattet: Fahrrad fahren, Ballspiele spielen, Blumen pflücken, Wildtiere füttern, in den Teichen schwimmen

In einem gepflegten Garten steht ein dekorativer, gefliester Springbrunnen, umgeben von blühendem violettem Lavendel. Unter einem strahlend blauen Himmel mit vereinzelten Wolken fließt Wasser aus einer gelben, blumenförmigen Skulptur in der Mitte.

Noch mehr schöne Parks in Wien

Wenn dir der Kurpark Oberlaa gefallen hat, gibt es in Wien noch viele weitere Parks, die ich empfehlen kann. Von barocken Schlossgärten bis zu ruhigen Stadtparks findest du jede Menge Orte, an denen du dem Trubel der Stadt entkommen kannst.

Falls du noch mehr Inspiration suchst, schau dir meinen Guide zu den besten Parks in Wien an.

Pin es für später:
Blumenbeete mit blühendem Lavendel und Rosen führen zu einer Treppe im Kurpark Oberlaa. Am oberen Ende der Treppe steht eine auffällige pinke Kunstinstallation vor blauem Himmel. Der Text lautet „Tipps für deinen Besuch Kurpark Oberlaa“ und „AustrianVeganderlust.com“.
Kurpark Oberlaa Wien: Lohnt sich ein Besuch?