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Wachau ohne Auto: So erkundest du die Region von Wien aus
Die wunderschöne Region der Wachau, nur eine gute Stunde von Wien entfernt, lässt sich wunderbar ohne Auto erkunden.
Ich habe die Wachau auf allen Wegen erkundet: mit dem Zug, per Schiff, mit dem Bus, mit dem Rad und sogar wandernd von Ort zu Ort. Deshalb weiß ich, was funktioniert, und was nicht.
In diesem Guide zeige ich dir, wie du von Wien in die Wachau kommst und dich vor Ort autofrei fortbewegst, ganz gleich, ob du nur für einen Tagesausflug vorbeischaust oder ein ganzes Wochenende planst.
Wie kommst du von Wien in die Wachau
Um die Wachau mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, hast du zwei Haupteinstiege: Krems an der Donau im Osten und Melk im Westen. Beide Orte sind gut an Wien angebunden.
Die Züge fahren regelmäßig den ganzen Tag über. Tickets bekommst du entweder direkt am Bahnhof oder online auf der Website der ÖBB. Sitzplatzreservierung ist nicht nötig, einfach einsteigen und losfahren.
Mit dem Zug nach Krems an der Donau
Nimm einen Direktzug ab Wien Franz Josef Bahnhof oder Wien Spittelau. Die Fahrt dauert etwas über eine Stunde und bringt dich direkt an den östlichen Rand der Wachau.
Ideal, wenn du nach Dürnstein, Weißenkirchen oder Spitz willst.
Mit dem Zug nach Melk
Ab Wien Westbahnhof gibt es direkte Züge nach Melk, perfekt, wenn du deine Reise im Westen der Wachau beginnen möchtest oder gleich das beeindruckende Stift Melk besichtigen willst.
Vom Wiener Hauptbahnhof gibt es ebenfalls viele Verbindungen, allerdings mit Umstieg, meist in St. Pölten oder Tulln.

Wie du dich in der Wachau ohne Auto fortbewegen kannst
Man braucht echt kein Auto, um die Wachau zu erkunden, und ehrlich gesagt ist es ohne Auto sogar besser. Hier ist eine Übersicht über alle Optionen, die ich selbst genutzt habe:

Wachaubahn
Die Wachaubahn ist eine der landschaftlich schönsten Bahnstrecken Österreichs. Sie fährt entlang der Nordseite der Donau zwischen Krems und Emmersdorf und hält unterwegs in bekannten Orten wie Dürnstein, Weißenkirchen und Spitz.
- Saison:
- Täglicher Betrieb: Anfang Mai bis Ende Oktober
- Wochenendbetrieb: Mitte März bis Ende April sowie im November
- Frequenz: Nur ca. 4 Züge pro Richtung und Tag, den Fahrplan solltest du im Voraus prüfen
- Tickets: Direkt beim Fahrer kaufen
- Preise:
- 2,50 € pro Haltestelle
- 27 € für ein Tagesticket (Stand 2026)
- Kostenlos mit der Niederösterreich-Card (einmalige Nützung)
Wichtig: Die Strecke endet in Emmersdorf, du musst also mit dem Bus nach Melk weiterfahren, wenn du dort einsteigen oder aussteigen willst.
Vorteile:
- Wunderschöne Aussicht auf Weinberge
- Direktverbindungen zu vielen Highlights entlang der Donau
- In der NÖ Card enthalten (1 Tagesticket)
Nachteile:
- Nur wenige Verbindungen pro Tag, spontane Ausflüge sind schwierig
- Relativ teuer
Bus 715 (Nordseite)
Der Bus 715 ist die praktischste und günstigste Möglichkeit, sich innerhalb der Wachau zu bewegen, vor allem, wenn du mehrere Orte an einem Tag sehen willst.
Der Bus fährt auf der Nordseite der Donau und verbindet alle wichtigen Orte:
Krems – Dürnstein – Weißenkirchen – Spitz – Melk
- Tickets: Direkt beim Fahrer kaufen
- Preis: Deutlich günstiger als Zug oder Wachaubahn
- Wichtig: Der Fahrplan ist nicht auf Google Maps sichtbar. Ich nutze die VOR AnachB-App Website um den Fahrplan nachzusehen
Vorteile:
- Günstig und einfach
- Hält in allen wichtigen Orten entlang der Route
- Perfekt für Budget-Reisende oder spontane Ausflüge
- Von allen öffentlichen Verkehrsmitteln am Häufigsten
Nachteile:
- Die Aussicht ist deutlich weniger spektakulär
Bus 720 (Südseite)
Der Bus 720 verläuft auf der Südseite der Donau zwischen Melk und Krems. Er ist besonders nützlich, wenn du Sehenswürdigkeiten abseits der typischen Nordroute besuchen willst, zum Beispiel die Burg Aggstein.
Ich habe ihn selbst genommen, um zum mittelalterlichen Weihnachtsmarkt auf der Burg Aggstein zu kommen, hat super funktioniert.

Schifffahrt
Die schönste Art, die Wachau zu erkunden, aber auch die langsamste und teuerste.
Eine Schifffahrt auf der Donau bietet dir beeindruckende Ausblicke auf Weinberge, Ruinen und hübsche Dörfer. Ich saß während der gesamten Fahrt auf dem Freiluftdeck, und die Aussicht war wirklich spektakulär.
Aber: Die Fahrt dauert sehr lange, von Krems nach Melk bin ich 3 Stunden gefahren, es war wirklich schön, aber es hat mir dann auch gereicht, ich bin mit dem Zug zurück nach Wien.
- 4 Abfahrten pro Tag in jede Richtung (in der Hauptsaison)
- Nicht alle Boote halten überall, Route vorher genau prüfen
- Tickets gelten nur für ein Schiff, kein Hop-on-Hop-off möglich
- Audiokommentar ist vorhanden, aber ich konnte ihn vom Außendeck nicht hören
Vorteile:
- Entspannte Fahrt mit traumhaften Aussichten
Nachteile:
- Teurer als andere Optionen
- Langsam, für Tagesausflüge mit mehreren Stopps ungeeignet
- Wenig Flexibilität bei Stopps und Rückfahrt

Radfahren
Der Donau-Radweg gehört zu den schönsten Strecken Österreichs, ideal, um die Wachau in deinem eigenen Tempo zu erkunden. Ich bin selbst von Krems nach Dürnstein geradelt, was eine tolle, kurze Strecke mit schönen Ausblicken ist.
Über die Nextbike-App kannst du dir einfach und günstig ein Fahrrad ausleihen. Die Räder sind allerdings nicht besonders bequem und nur für kurze Strecken geeignet. Für Tagestouren solltest du dir ein Rad in einem Sportgeschäft ausleihen.
Vorteile:
- Günstig und schnell über die App
- Ideal für kurze Strecken und spontane Ausflüge
- Der Weg führt durch schöne Dörfer und Weinberge
Nachteile:
- Nicht so geeignet, wenn du viel Gepäck mithast
- Nextbike-Räder sind eher einfach und nicht für längere Fahrten gemacht

Wandern
Der Welterbesteig Wachau verbindet viele Orte des Tals über wunderschöne Wanderwege. Du läufst durch Weinberge, Wälder und kleine Dörfer, immer mit traumhafter Aussicht.
Viele Etappen sind für Tageswanderungen gut geeignet, aber check vorher den Busfahrplan für die Rückfahrt, damit du nicht denselben Weg zurückgehen musst.
Die Beschilderung ist zwar vorhanden, zeigt aber nie Wanderzeiten oder Entfernungen, also: im Voraus planen.
Tipps, um die Wachau ohne Auto zu erkunden
- Kombinier deine Verkehrsmittel clever: Am besten mischst du verschiedene Optionen, eine Strecke mit dem Schiff, zu Fuß oder mit dem Rad und dann zurück mit dem Zug oder Bus.
- Plan vorher: Wachaubahn, Schiffe oder Busse fahren nicht besonders oft. Schau dir die aktuellen Fahrpläne immer im Vorhinein an, und verlass dich NICHT auf Google Maps.
- Starte und ende an zwei verschiedenen Orten: Zum Beispiel hin über Krems und zurück ab Melk, oder umgekehrt. So siehst du mehr von der Region und musst nicht denselben Weg doppelt fahren.
- Achte auf die Saisonzeiten: Gerade die Wachaubahn und die Schifffahrt sind saisonabhängig. Außerhalb vom Sommer fahren sie oft nur am Wochenende und im Winter gar nicht.
- Wenn du wenig Zeit hast: nimm den Bus. Der ist zwar nicht besonders charmant, aber bringt dich günstig und schnell von A nach B.
- Bleib flexibel: Gerade in kleineren Orten schließt vieles früher, als du vielleicht erwartest. Wenn du wandern oder Rad fahren willst, plane genug Zeit für den Rückweg bei Tageslicht ein, und vergiss Jause und Wasser nicht.
- Wenn du mehrere Sehenswürdigkeiten anschauen willst: Hol dir die NÖ-Card. Damit sparst du dir bei vielen Attraktionen in Niederösterreich den Eintritt. Auch die Wachaubahn und Schiffahrt sind dabei.

Solltest du eine geführte Tour machen?
Du brauchst keine Tour, um die Wachau zu erkunden, aber sie kann sich auszahlen, wenn du wenig Zeit hast oder einfach keine Lust auf Planung hast.
Viele Touren halten in mehreren Orten wie Dürnstein und Spitz, es gibt oft eine Schifffahrt auf der Donau, Weinverkostungen und manchmal auch einen Abstecher ins Stift Melk.
Ideal, wenn du dich einfach zurücklehnen willst, die Landschaft genießen magst, und vielleicht ganz nebenbei deinen neuen Lieblingswein findest. Ohne Fahrplanstress und ohne Umsteigen.
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Wohin in der Wachau?
Die Wachau zählt zu den schönsten Gegenden in Österreich, und mit Zug, Rad oder Schiff kannst du die Landschaft ganz stressfrei genießen. Kein Parkplatzsuchen, kein Stau.
Ich hab inzwischen fast jede Kombination ausprobiert, und mein bester Tipp ist: bleib flexibel. Nutze praktische Optionen wie Bus, und mix das mit gemütlicheren Wegen: einer Schifffahrt, einer kleinen Radtour durch die Weingärten oder einer Wanderung.
Du weißt nicht, wo du starten sollst? In meinem Reiseführer zur Wachau zeig ich dir, welcher Ort am besten zu dir passt, ob du Burgen anschauen, Wein kosten oder einfach durch hübsche Kopfsteinpflaster-Gassen bummeln willst.
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