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Mendlingtal: Eine entspannte Wanderung in Niederösterreich

Obwohl ich nur etwa 30 Minuten vom Mendlingtal entfernt aufgewachsen bin, habe ich es erst besucht, nachdem ich nach Wien gezogen war. Die Niederösterreich Card, mit der der Eintritt kostenlos ist, hat mir endlich den nötigen Anstoß gegeben.

An einem sonnigen Samstag im August war ich mit meinen Eltern dort. Der Weg durch den Wald hat mich ein bisschen an eine österreichische Klamm erinnert, nur ohne anstrengende Wanderung.

Der Weg ist größtenteils flach und einfach zu gehen. Das Mendlingtal eignet sich daher auch super für einen Ausflug, wenn du nicht besonders gerne wanderst.

In diesem Guide zeige ich dir, was dich im Mendlingtal erwartet und was du für deinen Besuch wissen solltest.

Was ist das Mendlingtal?

Das Mendlingtal ist ein enges Tal bei Göstling an der Ybbs in Niederösterreich, nahe der steirischen Grenze. Der 3,5 km lange Themenweg folgt dem Mendlingbach durch den Wald und führt über Holzbrücken und Stege.

Neben der Natur bekommst du hier auch einen Einblick in das Leben und Arbeiten von früher.

Das Mendlingtal ist von Mai bis Oktober geöffnet und kann daher nicht das ganze Jahr über besucht werden.

Tina steht in Wanderkleidung und mit einem Rucksack unter einem rustikalen Holzbogen auf einem Waldweg. Sie hebt beide Arme in Richtung eines Schildes mit der Aufschrift „Tor zum Mendlingtal“.

Eine kurze Geschichte des Mendlingtals

Das Mendlingtal hat eine lange Geschichte in der Forstwirtschaft. Früher wurde Holz mithilfe des Mendlingbachs durch das Tal transportiert. Dieses Verfahren nennt man Holztrift.

Entlang des Weges kannst du heute noch einiges davon entdecken. Dazu gehören eine historische Mühle, ein venezianisches Sägewerk, eine Schmiede und eine rekonstruierte Klause, mit der früher Wasser für die Holztrift aufgestaut wurde.

Mir hat besonders gut gefallen, dass diese historischen Stationen über das ganze Tal verteilt sind. So spazierst du nicht nur durch den Wald, sondern erfährst unterwegs auch immer wieder etwas über die Geschichte des Mendlingtals.

Schau dir eine historische Holztrift an

Wenn du deinen Besuch richtig planst, kannst du bei einer Schautrift sehen, wie das Holz früher durch das Mendlingtal transportiert wurde.

Die Vorführungen finden jeden ersten Sonntag und dritten Samstag im Monat statt. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr bei der Klaushütte.

An diesen Tagen ist außerdem die Mühle ab 10:00 Uhr und das venezianische Sägewerk ab 13:00 Uhr in Betrieb.

Du musst dich nicht vorher anmelden. Die Schautrift ist allerdings vom Wasserstand abhängig und kann bei zu wenig Wasser ausfallen.

Schau deshalb vor deinem Besuch auf der offiziellen Website des Mendlingtals nach den aktuellen Infos.

Ein langer, erhöht verlaufender Wasserkanal aus Holz, der von Holzpfosten gestützt wird und einem klaren Bach durch einen dichten, grünen Wald folgt. Ein kleiner Wasserfall mündet in ein türkisfarbenes Becken unterhalb der Konstruktion.

Lohnt sich ein Besuch im Mendlingtal?

Ich finde, das Mendlingtal ist einen Besuch wert, wenn du sowieso in der Gegend bist. Es ist super für ein paar Stunden in der Natur, besonders wenn du gerne durch eine Klamm spazieren möchtest, aber auf steile Anstiege verzichten willst.

Extra von Wien würde ich allerdings nicht nur für das Mendlingtal anreisen. Dafür gibt es in Österreich beeindruckendere Klammen mit größeren Wasserfällen und abwechslungsreicheren Wanderwegen.

Für mich eignet sich das Mendlingtal vor allem für einen gemütlichen Spaziergang durch die Natur. Auch wenn du nicht oft wanderst, kannst du hier ganz entspannt die Wälder und die Klamm erkunden.

Tina in Wanderkleidung und mit Sonnenbrille sitzt auf einem rustikalen Holzsitz mit Blick auf ein grünes Bergtal. Über ihr hängt ein geschnitztes Schild mit der Aufschrift „HAMMERHERREN SITZ“.

Ein Spaziergang durch das Mendlingtal

Parken und der Weg zum Eingang

Wir haben unseren Spaziergang beim Eingang in Lassing begonnen. Oberhalb der Kassa gibt es einen Parkplatz.

Als wir an einem sonnigen Samstag im August ankamen, war der Parkplatz fast voll. Im Mendlingtal selbst hat es sich aber nie überfüllt angefühlt, da sich die Besucher gut verteilen.

Was ich nicht erwartet hatte: Der Weg zwischen Parkplatz und Eingang war der steilste Abschnitt des ganzen Tages. Zum Eingang geht es bergab, dafür musst du am Ende natürlich wieder hinauf zum Parkplatz.

Eintritt und Niederösterreich Card

Der Eintritt ins Mendlingtal war in meiner Niederösterreich Card enthalten. Meine Eltern haben jeweils den regulären Eintritt von 12 € bezahlt.

Auch mit der Niederösterreich Card musst du zuerst zur Kassa. Bei meinem Besuch wurde meine Karte gescannt und ich bekam ein separates Ticket für die Schranke.

Bewahre das Ticket unbedingt bis zum Ende auf. Du brauchst es, wenn du am anderen Ende das Mendlingtal verlässt und anschließend wieder zurückgehen möchtest.

Lass das kleine Museum nicht aus

Bevor du ins Tal gehst, lohnt sich ein kurzer Besuch im kleinen Museum beim Eingang.

Dort kannst du historische Räume wie die originale Rauchkuchl besichtigen und mehr über die Menschen erfahren, die früher im Mendlingtal gearbeitet haben.

Besonders cool fand ich die Silhouetten ehemaliger Arbeiter, die auf Knopfdruck ihre Geschichten erzählen.

Entdecke die historischen Gebäude beim Eingang

Ein farbenfroher Bauerngarten, umgeben von einem Holzzaun, auf einem Freilichtmuseum in einem bewaldeten Bergtal. Rustikale Gebäude und historische Geräte säumen den Garten.

Rund um den Eingang gibt es noch einiges zu sehen. Hier findest du unter anderem das venezianische Sägewerk, die historische Schmiede, einen kleinen Garten und einige Sitzplätze.

Auch kleine Details zeigen, wie das Leben hier früher ausgesehen hat. Es gibt zum Beispiel Holzschweine und sogar eine Holzkuh, die du melken kannst.

Danach geht es über Holzstege und Brücken weiter ins Tal. Hier begann mein Lieblingsteil des Ausflugs.

Wandern durch das Mendlingtal

Der Weg durch das Mendlingtal hat mich ein bisschen an eine österreichische Klamm erinnert. Du folgst dem Bach durch den Wald und gehst dabei immer wieder über Holzstege und Brücken.

Allerdings ist der Weg deutlich einfacher als in vielen Klammen. Es gibt kaum größere Anstiege, wodurch du ganz entspannt durch das Tal spazieren kannst.

Bei unserem Besuch im August waren die Holzstege trocken und gut begehbar. Bei Regen kann ich mir allerdings vorstellen, dass sie ziemlich rutschig werden.

Unterwegs gibt es immer wieder kleine Details zu entdecken. Besonders gut haben mir die Sprüche im österreichischen Dialekt gefallen.

Kühl deine Füße im Bach ab

Einer meiner Lieblingsmomente war unsere kleine Pause am Bach. An einigen Stellen kommst du leicht ans Wasser, also haben wir die Schuhe ausgezogen und unsere Füße im kalten Wasser abgekühlt.

An einem heißen Sommertag war das richtig angenehm. Nach einer längeren Trockenperiode war der Wasserstand bei unserem Besuch allerdings recht niedrig.

Herrenhaus Mendlingtal

Ein gut besuchtes Restaurant im Freien mit hölzernen Picknicktischen unter roten Sonnenschirmen neben einem rustikalen Holzgebäude. Wanderer und Besucher sitzen draußen, um inmitten des Waldes etwas zu essen und zu trinken.

Am Ende des Weges liegt das Gasthaus Herrenhaus Mendlingtal. Es ist ein guter Platz für eine Pause, bevor du dich auf den Rückweg machst.

Bei meinem Besuch gab es keine veganen Gerichte, daher würde ich mich fürs Mittagessen nicht darauf verlassen. Für einen Drink kannst du hier aber gut einkehren.

Das Restaurant liegt außerhalb der Schranke. Heb deshalb dein Ticket auf, wenn du anschließend wieder zu Fuß durch das Mendlingtal zurückgehen möchtest.

Zurückgehen oder Mendlingtal Taxi nehmen?

Wenn du die 3,5 km nicht wieder zurückgehen möchtest, kannst du das Mendlingtal Taxi nehmen. Frag am besten bei deiner Ankunft an der Kassa nach dem aktuellen Preis und der Verfügbarkeit.

Wir sind zu Fuß zurückgegangen und ich bin froh, dass wir uns dafür entschieden haben. Aus der anderen Richtung sieht der Weg anders aus und uns sind einige Dinge aufgefallen, die wir beim Hinweg übersehen hatten.

Wenn du genug Zeit und Energie hast, würde ich deshalb zu Fuß zurückgehen. Der Weg ist größtenteils flach und einfach zu bewältigen.

Wasser strömt aus Öffnungen in einem erhöhten Holzkanal und ergießt sich über moosbewachsene Felsen in einen Waldbach. Der historische Wasserkanal zeigt, wie das Wasser früher durch das Tal geleitet wurde.

Wie lange dauert die Wanderung durch das Mendlingtal?

Wir haben für die 3,5 km lange Strecke in eine Richtung etwa 1h 20min gebraucht. Dabei waren wir gemütlich unterwegs und haben nur eine kurze Pause gemacht.

Statt das Mendlingtal Taxi zu nehmen, sind wir auch wieder durch das Tal zurückgegangen. Wenn du genug Zeit hast, kann ich dir das empfehlen, denn aus der anderen Richtung haben wir noch einige Details entdeckt.

Insgesamt haben wir knapp vier Stunden im Mendlingtal verbracht. Darin waren der Museumsbesuch, die historischen Stationen und der Hin und Rückweg durchs Tal.

Tina in Wanderkleidung und Sonnenbrille entspannt sich auf einer rustikalen Holzliege in der Sonne. Über ihr hängt ein handgemachtes Holzschild mit der Aufschrift „FAULENZA“.

Was du ins Mendlingtal mitbringen solltest

  • Bequeme Schuhe mit gutem Halt: Wanderschuhe oder feste Sneaker reichen bei trockenem Wetter aus. Ich hatte meine Xero Wanderschuhe an und fand sie perfekt für den Weg.
  • Wasser: Nimm besonders an heißen Sommertagen eine wiederverwendbare Wasserflasche mit.
  • Eine Jause: Wir hatten etwas Obst dabei. Besonders wenn du vegan lebst, würde ich dir empfehlen, etwas zu essen mitzunehmen.
  • Niederösterreich Card: Falls du eine hast, vergiss sie nicht. Der Eintritt ins Mendlingtal ist darin enthalten.
  • Dein Eintrittsticket: Bewahre es während des gesamten Besuchs auf. Du brauchst es auch am anderen Ende des Tals bei der Schranke.
Tina in Wanderkleidung sitzt in einem winzigen Unterstand aus einem ausgehöhlten Baumstamm mit einem rustikalen Holzdach und einer schweren Holztür. Das verspielte Bauwerk ist eine der ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten, auf die Besucher entlang des Wanderwegs stoßen.

Anreise ins Mendlingtal

Mit dem Auto

Ich empfehle dir, mit dem Auto ins Mendlingtal zu fahren. Es gibt Eingänge an beiden Enden des Tals, in Lassing und beim Herrenhaus Mendlingtal.

Wir sind beim Haupteingang in Lassing gestartet, wo es oberhalb des Eingangs einen Parkplatz gibt.

Der Parkplatz ist nicht besonders groß und war bei unserem Besuch an einem sonnigen Samstag im August fast voll.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Du kannst das Mendlingtal auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Die nächste Haltestelle zum Eingang in Lassing ist Lassing Abzw. Hochkar, wo die Buslinie 643 hält.

Die Verbindungen sind allerdings begrenzt, besonders am Wochenende. Schau deshalb unbedingt vorher im Fahrplan nach und plane auch deine Rückfahrt.

Von größeren Städten ist die Anreise ziemlich lang. Obwohl ich normalerweise gerne mit Öffis unterwegs bin, würde ich fürs Mendlingtal das Auto empfehlen.

Mendlingtal im Vergleich zu einer österreichischen Klamm

Das Mendlingtal hat mich mit seinem Bach, dem Wald und den Holzstegen ein bisschen an eine österreichische Klamm erinnert. Wenn du schon einige Klammen in Österreich besucht hast, solltest du hier aber nicht dasselbe erwarten.

Es gibt keine großen Wasserfälle und die Landschaft ist weniger beeindruckend. Dafür ist der Weg deutlich einfacher, da es kaum steile Stufen oder Anstiege gibt.

Die nahegelegene Wasserlochklamm in Palfau ist zum Beispiel viel steiler und anstrengender, aber auch beeindruckender.

Ich würde das Mendlingtal für einen Spaziergang durch den Wald wählen. Wenn du eine beeindruckendere Landschaft suchst und eine anstrengendere Wanderung kein Problem für dich ist, würde ich eine andere Klamm empfehlen.

Mendlingtal mit der Niederösterreich Card besuchen

Mit der Niederösterreich Card ist der Eintritt ins Mendlingtal inklusive. Genau das hat mich schließlich dazu gebracht, das Tal zu besuchen.

Für mich ist das Mendlingtal genau die Art von Ausflugsziel, für die sich die Karte super eignet. Ich hätte wahrscheinlich keinen eigenen Ausflug dafür geplant, aber mit dem inkludierten Eintritt war die Entscheidung schnell getroffen.

Und ich bin froh, dass wir dort waren. Durch den Wald zu spazieren, über die Holzstege zu gehen und unsere Füße im Bach abzukühlen, war ein richtig schöner Sommernachmittag.

Wenn du noch mehr in Niederösterreich entdecken möchtest, schau dir meinen Guide zur Niederösterreich Card an. Dort erfährst du, was alles inkludiert ist und ob sich die Karte für dich lohnt.

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Collage der Mendlingtal Erlebniswelt mit einem bunten Bauerngarten und historischen Gebäuden sowie einem Holzsteg durch eine bewaldete Schlucht mit Bach. Der Text lautet "Mein Guide für deinen Ausflug Mendlingtal Erlebniswelt" und "AustrianVeganderlust.com".
Erlebniswelt Mendlingtal: Lohnt sich ein Besuch?