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Wien Geheimtipps: Entdecke die unbekannte Seite der Stadt
Wien ist bekannt für Schlösser, Kathedralen und klassische Museen, aber abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es noch viel mehr zu entdecken.
Wo sonst kannst du eine Oper in einer Krypta sehen, eine kaiserliche Irrenanstalt besuchen oder eine Mikronation erkunden? Du kannst zu einem vergessenen Donaufriedhof radeln oder gemütlich in einem Weingarten sitzen.
Dieser Guide zeigt dir die besten Geheimtipps in Wien. Orte, die selbst manche Wiener nicht kennen. Perfekt um die Stadt abseits der Touristenpfade zu erkunden!
1. Eine Lichtshow in der Votivkirche erleben


Die Votivkirche ist tagsüber einer der besten kostenlosen Orte in Wien, aber nachts wird sie erst richtig cool. Eine beeindruckende Lichtshow taucht die Wände und die Decke in wechselnde Farben und Muster.
Offiziell erzählt sie die Geschichte vom „Licht der Schöpfung“, in manchen Momenten erkennbar, etwa wenn Fische über die Decke schwimmen. Meist fühlt es sich aber einfach wie eine richtig coole Lichtshow an.
Mir hat es super gefallen, aber mit Live-Musik wäre es noch besser als nur mit einer Aufnahme. Die Show läuft fünfmal pro Woche, jeweils zweimal am Tag, also check den Zeitplan und sichere dir dein Ticket im Voraus!
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2. Die Kaiserlich-Königliche Irrenanstalt besuchen

Der Narrenturm wurde 1784 als erstes psychiatrisches Krankenhaus Europas erbaut. Er sollte die Behandlung psychisch Krankheiten verbessern, erwies sich aber als unpraktisch und wurde 1866 geschlossen.
Heutzutage zeigt der Turm die pathologisch-anatomische Sammlung des Naturhistorischen Museums mit Präparaten und Wachsmodellen. Zu den Exponaten zählen Gehirnschnitte, deformierte Skelette und erkrankte, konservierte Säuglinge.
Ein faszinierender, aber verstörender Einblick in die Medizingeschichte, definitiv nichts für schwache Nerven!
3. Entspanne dich im Setagaya Park

Während viele Besucher*innen die bekannten Parks wie den Stadtpark oder den Schlosspark Schönbrunn ansteuern, gibt es einen echten Geheimtipp mit ganz eigener Atmosphäre: den Setagaya Park.
Dieser kleine, wunderschöne japanische Garten war ein Geschenk von Wiens Partnerstadt Setagaya in Tokio. Mit Koi-Teich, Steinlaternen und Kirschblüten im Frühling wirkt er wie ein Stück Japan in Wien, perfekt für eine entspannte Auszeit.
Hinweis: Der Park ist im Winter geschlossen (1. November bis 28. Februar).
4. Besuche einen Friedhof



In Wien sind Friedhöfe mehr als nur Orte der Trauer, sie sind auch grüne Oasen voller Geschichte und Kultur.
- Am bekanntesten ist der Zentralfriedhof, der zweitgrößte Europas und letzte Ruhestätte von Legenden wie Beethoven und Falco. Viele Tourist*innen lassen ihn aus, dabei ist er einer der außergewöhnlichsten Orte in Wien.
- Wenn du’s ruhiger magst, schau dir den St. Marx Friedhof an. Überwuchert von Efeu und mit verwitterten Grabsteinen hat er eine fast mystische Stimmung, fast so, als würdest du in der Zeit zurückreisen.
- Und für etwas ganz anderes radel hinaus zum Friedhof der Namenlosen, wo einst Ertrunkene aus der Donau beerdigt wurden. Eine lange Anreise, da es fast schon außerhalb Wiens ist, aber sehr ungewöhnlich.
5. Radtour auf der Donauinsel

Die Donauinsel ist mein absoluter Lieblingsplatz im Sommer in Wien. Sie ist 21 km lang, autofrei und ideal zum Radfahren, Joggen oder einfach zum Chillen am Wasser.
Ich liebe es, wie schnell der Lärm der Stadt verschwindet und man sich fühlt, als wär man mitten in der Natur, obwohl man noch in Wien ist.
Unterwegs findest du unzählige Plätze zum Schwimmen, Picknicken oder einfach zum Genießen der Aussicht auf die Donau.
6. Trink einen Cocktail in einer geheimen Bar


Für ein exklusives Bar-Erlebnis ist die Tür 7 eine Top-Adresse. Von außen kaum erkennbar, du musst anklopfen um reingelassen zu werden und drinnen werden Cocktails ganz nach deinen Vorlieben gemixt.
Als ich mit einer Freundin dort war, bekamen wir kostenloses Popcorn und Wasser zur Begrüßung, eine nette Geste, während wir auf den Barkeeper warteten. Die Drinks waren super, aber mit 25 € pro Cocktail definitiv nicht günstig.
Die Bar begrenzt die Gästezahl, um einen erstklassigen Service zu gewährleisten, also am besten vorher reservieren!
7. Besuche die Otto Wagner Villa und Kirche



Otto Wagner hat Wien mit seinen visionären Entwürfen geprägt, doch zwei seiner beeindruckendsten Werke bleiben oft unentdeckt: seine Villa und die Leopoldskirche.
Die Otto-Wagner-Villa, heute das Ernst-Fuchs-Museum, gibt Einblick in sein Leben und zeigt Originalmöbel und Skizzen.
Die Leopoldskirche (auch Otto-Wagner-Kirche) besticht mit ihrer goldenen Kuppel und dem weiß-goldenen Jugendstil-Interieur. Sie gehört zum Wien Museum und kann jeden ersten Sonntag im Monat kostenlos besichtigt werden.
8. Betritt die Republik Kugelmugel

Eine der skurrilsten Attraktionen Wiens ist die Republik Kugelmugel, eine selbsternannte Mikronation mitten im Prater. Das kugelförmige Haus wurde in den 1970er Jahren vom Künstler Edwin Lipburger erbaut.
Nach einem Streit um die Baugenehmigung erklärte er es zur unabhängigen Republik. Sie wurde nie anerkannt, doch das Bauwerk bleibt ein Symbol für Rebellion und kreative Freiheit.
Du kannst Kugelmugel samstags von 14:00 bis 17:00 Uhr betreten, oder das Gebäude jederzeit bei einem Spaziergang durch den Prater bewundern.
9. Kaffee mit Aussicht im Justizpalast
Hast du schon mal eine Sicherheitskontrolle passiert, nur um einen Kaffee zu trinken? Genau das erwartet dich im Justizcafé im Wiener Justizpalast.
Das Regierungsgebäude ist normalerweise nicht öffentlich, aber das Café mit Dachterrasse ist für alle zugänglich und der Ausblick über Wien ist großartig! Schau vorher unbedingt in die beeindruckende Eingangshalle mit der großen Treppe.
10. Besuche eine Oper in der Krypta
Die Wiener Staatsoper ist weltberühmt, aber für ein wirklich einzigartiges Musikerlebnis solltest du die Krypta der Peterskirche besuchen. Hier kannst du eine Oper, ein klassisches Konzert oder sogar eine Kinderoper erleben.
Dieser unterirdische Veranstaltungsort ist das kleinste Theater Österreichs und hat eine ganz besondere Atmosphäre. Da die Plätze begrenzt sind, solltest du dein Ticket unbedingt im Voraus buchen! Den aktuellen Spielplan findest du hier.
11. Entdecke die Hermesvilla

Versteckt im Lainzer Tiergarten fühlt sich die Hermesvilla wie ein Geheimtipp weit weg von der Stadt an. Kaiser Franz Joseph schenkte sie seiner Frau Sisi, um sie dazu zu bewegen, mehr Zeit in Wien zu verbringen.
Heute ist das Wiener Schloss ein Museum mit gut erhaltenen Innenräumen und Einblicken in Sisis Leben. Der Weg führt durch ein Naturschutzgebiet, was den Besuch besonders macht. Beachte, dass es im Winter geschlossen ist.
12. Einen Heurigen besuchen

Ein Heuriger ist eine traditionelle Weinschenke, oft nur am Wochenende im Sommer und Herbst geöffnet. Besonders schön sind die Heurigen am Kahlenberg mit Blick über Wien. Im Herbst zwischen den reifen Trauben sitzen mit einem Trink, ein Traum.
Auch ohne Wein lohnt sich der Besuch: frischer Traubensaft und immer öfter auch vegane Gerichte. Sehr empfehlenswert ist das Weingut Wailand mit seiner großen veganen Auswahl.
13. Besuche ein einzigartiges Museum
Wien ist berühmt für seine Weltklasse Museen, aber abseits von Albertina, Belvedere & Co. gibt es auch ungewöhnliche Museen, die völlig andere Einblicke bieten.
Wenn du etwas Außergewöhnliches suchst, sind hier ein paar echte Geheimtipps:
- Dritte Mann Museum: Ein Museum das dem Filmklassiker Der dritte Mann gewidmet ist, der das Wien der Nachkriegszeit zeigt.
- Bestattungsmuseum: Spannender (und leicht morbider) Einblick in Österreichs Bestattungsbräuche und die Wiener Faszination mit dem Tod.
- Uhrenmuseum: Ein Geheimtipp mit beeindruckenden Uhren aus verschiedenen Epochen, darunter Gemälde mit integrierten Uhren!
- Schneekugelmuseum: Wien ist der Geburtsort der Schneekugel, und hier erfährst du alles über ihre Erfindung.
- Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch: Ein interessantes Museum zur Geschichte der Abtreibung und Verhütung.
14. Besuche den anderen Prater
Jeder kennt den Wiener Prater mit seinem berühmten Riesenrad, aber wusstest du, dass es in Wien noch einen zweiten Prater gibt?
Der Böhmische Prater ist ein kleiner, nostalgischer Vergnügungspark, der viel ruhiger und günstiger ist als der große Prater. Perfekt, wenn du ein paar klassische Fahrgeschäfte genießen willst, ohne lange anzustehen.
Mit seinem altmodischen Charme, familienfreundlicher Atmosphäre und traditionellen Imbissständen fühlt es sich an wie eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit, ein echter Geheimtipp in Wien!
15. Prüfe die Zeit an der Ankeruhr

Schau am Hohen Markt nach oben und entdecke Wiens vielleicht einzigartigste Uhr, die Ankeruhr. Erbaut im Jugendstil, zeigt sie 12 historische Figuren, die sich über das Zifferblatt bewegen, begleitet von Orgelmusik.
Der beste Moment, um sie zu erleben? Mittags, wenn alle Figuren in einer großen Parade vorbeiziehen.
Fazit: Ungewöhnliches in Wien erleben
Wien hat weit mehr zu bieten als seine berühmten Wahrzeichen. Ob du eine Oper in einer Krypta erlebst oder mit dem Rad zu einem vergessenen Friedhof fährst Diese einzigartigen Erlebnisse machen deinen Wien-Besuch unvergesslich.
Du möchtest noch mehr entdecken, ohne viel auszugeben? Dann schau dir meinen Guide für die besten kostenlosen Aktivitäten in Wien an, inklusive eines Insider-Tipps, wie du das Wiener Rathaus gratis besichtigen kannst!
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